Leitfaden für ergonomische Arbeitsplätze: Verstellbare, praktische Arbeitsplätze planen
Ein ergonomischer Arbeitsplatz passt die Arbeit so weit wie sinnvoll möglich an die Menschen an. Er verbindet Möbel, Ausstattung, Raumaufteilung, Aufgaben und Arbeitsweisen. Der Kauf eines als „ergonomisch“ bezeichneten Produkts schafft nicht automatisch einen geeigneten Arbeitsplatz.
Dieser Leitfaden vermittelt praktische Grundsätze für Arbeitsplätze in Unternehmen. Die individuellen Bedürfnisse sind unterschiedlich. Beschäftigte mit Schmerzen, Behinderungen oder gesundheitlichen Beschwerden benötigen möglicherweise eine arbeitsmedizinische oder ergonomische Beurteilung.
Mit dem Nutzer und der Aufgabe beginnen
Verstehen Sie, was Menschen tun, wie lange sie es tun und welche Ausstattung sie verwenden. Ein Arbeitsplatz für längere Computerarbeit benötigt eine andere Unterstützung als ein Touchdown-Schreibtisch, der nur für kurze Aufenthalte genutzt wird.
Berücksichtigen Sie Unterschiede bei der Körpergröße, vorherrschende Aufgaben, die Anzahl der Bildschirme, die Nutzung von Dokumenten, Telefonate, Mobilität, Barrierefreiheit sowie die Frage, ob der Arbeitsplatz fest zugewiesen oder gemeinschaftlich genutzt wird.
Verstellbarkeit nutzen, wenn sich die Nutzer unterscheiden
Gemeinsam genutzte Arbeitsplätze sollten für eine Reihe von Nutzern geeignet und einfach verstellbar sein. Nützliche Funktionen können sein:
- Verstellung von Sitzhöhe und Sitztiefe;
- Verstellung von Rückenlehne oder Lendenstütze;
- Armlehnen, die sich positionieren lassen, ohne den Schreibtisch zu blockieren;
- eine geeignete Schreibtischhöhe oder ein geeigneter Sitz-Steh-Bereich;
- verstellbare Höhe und Entfernung des Monitors;
- bewegliche Tastatur und Zeigegeräte.
Detaillierte Mechanismen und Funktionen gehören auf die entsprechenden Myntwork-Attributseiten. Bei der Arbeitsplatzentscheidung geht es darum, ob der Verstellbereich und die Bedienelemente für die vorgesehenen Nutzer geeignet sind.
Den Bürostuhl richtig einstellen
Beginnen Sie mit auf dem Boden oder einer Fußstütze abgestützten Füßen. Stellen Sie die Sitzhöhe so ein, dass der Nutzer mit entspannten Schultern und Unterarmen nahe der Arbeitsfläche arbeiten kann. Der Sitz sollte die Oberschenkel stützen, ohne Druck auf die Kniekehlen auszuüben.
Nutzen Sie die Rückenlehne, damit sie den unteren und mittleren Rücken stützt und gleichzeitig eine angenehme Arbeitshaltung ermöglicht. Armlehnen sollten die Arme bei Bedarf unterstützen, ohne die Schultern nach oben zu drücken oder zu verhindern, dass der Stuhl nahe an den Schreibtisch herangeschoben werden kann.
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Schreibtischhöhe und Beinfreiheit aufeinander abstimmen
Der Schreibtisch sollte eine bequeme Armhaltung sowie ausreichend Platz für Beine und Füße ermöglichen. Bei Schreibtischen mit fester Höhe müssen möglicherweise Stuhl und Fußstütze angepasst werden. Höhenverstellbare Schreibtische erleichtern die Anpassung an unterschiedliche Nutzer und den Wechsel zwischen sitzender und stehender Arbeit.
Achten Sie darauf, dass Kabel, Schubladen und Bauteile die Beinfreiheit nicht einschränken. Der nutzbare Raum unter der Tischplatte ist ebenso wichtig wie die angegebene Höhe der Tischplatte.
Bildschirme und Eingabegeräte positionieren
Platzieren Sie den primären Bildschirm direkt vor dem Nutzer in einem angenehmen Betrachtungsabstand. Die Höhe des Bildschirms sollte eine neutrale Kopf- und Nackenhaltung ermöglichen; die genaue Position hängt von Bildschirmgröße, Sehvermögen und Aufgabe ab.
Tastatur und Maus sollten nah genug liegen, damit kein Strecken erforderlich ist. Häufig verwendete Gegenstände sollten sich in einem leicht erreichbaren Bereich befinden. Nutzer von Laptops, die über längere Zeit arbeiten, profitieren in der Regel von einem externen Bildschirm oder einem erhöht aufgestellten Laptop in Kombination mit einer separaten Tastatur und Maus.
Bewegung und Abwechslung unterstützen
Ergonomie bedeutet nicht, den ganzen Tag eine einzige perfekte Haltung einzunehmen. Fördern Sie Wechsel der Position und der Aufgabe, kurze Bewegungspausen und die Nutzung verschiedener Einstellungen, wenn dies sinnvoll ist.
Sitz-Steh-Schreibtische können Abwechslung unterstützen, aber dauerhaftes Stehen ist nicht das Ziel. Führen Sie den Wechsel schrittweise ein und stellen Sie sicher, dass sowohl die sitzende als auch die stehende Arbeitsposition geeignet ist.
Beleuchtung und Blendung steuern
Positionieren Sie Bildschirme so, dass Reflexionen durch Fenster und starke Lichtquellen reduziert werden. Sorgen Sie für eine ausreichende Arbeitsbeleuchtung, ohne Blendung zu verursachen. Wo sich das Tageslicht im Laufe des Tages verändert, können Jalousien oder eine verstellbare Beleuchtung erforderlich sein.
Nutzer sollten den Bildschirm lesen können, ohne sich nach vorne zu beugen. Auch Anzeigeeinstellungen, Textgröße und Kontrast gehören zur Einrichtung des Arbeitsplatzes.
Akustik und Konzentration berücksichtigen
Lärm kann Komfort und Leistungsfähigkeit beeinflussen, selbst wenn die Möbel körperlich geeignet sind. Trennen Sie laute Zusammenarbeit nach Möglichkeit von konzentrierter Arbeit. Nutzen Sie Raumaufteilung, Verhaltensregeln, Akustikelemente und geschlossene Bereiche gemeinsam.
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Gemeinsam genutzte und hybride Arbeitsplätze planen
Gemeinsam genutzte Schreibtische erfordern einen einheitlichen Prozess zum Zurücksetzen. Stellen Sie einfache Anleitungen zur Verstellung bereit und sorgen Sie dafür, dass Bedienelemente leicht zu erkennen sind. Standardisierte Ausstattung verkürzt die Einrichtungszeit.
Bieten Sie Beschäftigten, die spezielle Ausstattung oder Einstellungen benötigen, eine entsprechende Möglichkeit. Eine vollständig flexible Arbeitsplatzrichtlinie sollte angemessene individuelle Anpassungen nicht verhindern.
Ein Verfahren zur Arbeitsplatzbeurteilung verwenden
Eine praktische Beurteilung überprüft Stuhl, Schreibtisch, Bildschirm, Tastatur, Maus, Umgebung und Arbeitsgewohnheiten. Sie sollte Verantwortliche für Maßnahmen benennen und offene Punkte nachverfolgen.
Offizielle Hilfsmittel wie die Checkliste für Bildschirmarbeitsplätze der britischen Health and Safety Executive und die Leitlinien der US-amerikanischen OSHA für Computerarbeitsplätze bieten strukturierte Orientierung. Die gesetzlichen Pflichten vor Ort unterscheiden sich je nach Land.
Ergonomie als System beschaffen
Bei der Auswahl von Möbeln sollten Sie den vollständigen Arbeitsplatz statt einzelner Funktionen beurteilen. Ein hochgradig verstellbarer Stuhl kann einen zu niedrig positionierten Bildschirm, unzureichende Beinfreiheit oder eine Aufgabe ohne jede Bewegungsmöglichkeit nicht ausgleichen.
Testen Sie Produkte nach Möglichkeit mit repräsentativen Nutzern. Stellen Sie bei der Übergabe Informationen zur Einrichtung bereit und machen Sie Ersatzteile und Servicewege transparent.
Nach der Installation überprüfen
Beobachten Sie, wie die Arbeitsplätze tatsächlich genutzt werden. Achten Sie auf Stühle, die nicht unter den Schreibtisch passen, seitlich aufgestellte Monitore, Bedienelemente, die Nutzer nicht verstehen, oder nachträglich hinzugefügtes Zubehör als Behelfslösung.
Ein ergonomischer Arbeitsplatz bleibt wirksam, wenn die Menschen wissen, wie sie ihn anpassen können, und die Organisation auf individuelle Bedürfnisse und wechselnde Aufgaben reagiert.
Offizielle ergonomische Referenzen
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